Dein Recht als Student in der Corona Krise

Du bist Student & möchtest wissen, was in der Corona Krise mit Deinem BAföG passiert? Du möchtest wissen, welche Rechte Du hast, wenn Dir Dein Job gekündigt wird oder Du Deine Miete nicht mehr zahlen kannst? Hier erfährst Du alles zu Deinen Rechten & Pflichten als Student in der Corona Krise.

Ja. Die Verschiebung des Semesterstarts hat keine Auswirkungen auf Dein BAföG. Du bekommst Dein BAföG ganz normal.

Egal, ob Du BAföG zum ersten Mal oder schon länger bekommst, die Verschiebung des Semesterstarts hat keinen Einfluss auf Dein BAföG. Du bekommst Dein BAföG also ganz normal ausgezahlt. Als wäre alles so wie ohne Corona.

Wichtig: BAföG Antrag bis April 2020 stellen

Wichtig ist, dass Du Deinen BAföG Antrag bis April 2020 stellen musst, wenn Du das volle Sommersemester 2020 BAföG bekommen möchtest. Denn das Sommersemester startet ja ganz normal im April 2020. Und BAföG wird Dir ab dem Monat gezahlt, in dem Du Deinen BAföG Antrag gestellt hast.

So beantragst Du BAföG

Wie Du BAföG beantragst und welche Unterlagen Du hierfür brauchst, siehst Du im LexMe Artikel Dein Recht auf BAföG & Ausbildungsförderung.

Wenn Deine Eltern plötzlich weniger Geld verdienen, ist Dein BAföG Anspruch höher. Du kannst einen BAföG Aktualisierungsantrag stellen.

Wenn Deine Eltern plötzlich wegen Kurzarbeit oder Jobverlust weniger Geld verdienen, kannst Du einen BAföG Aktualisierungsantrag stellen.

Mit dem BAföG Aktualisierungsantrag kannst Du beantragen, dass Du (mehr) BAföG bekommst, weil Deine Eltern weniger Geld verdienen. In dem Aktualisierungsantrag müssen Deine Eltern angeben, dass sie weniger Geld verdienen und Dir daher weniger Geld geben können.

So beantragst Du BAföG & Einkommensaktualisierung

Alle BAföG Formulare inkl. dem Aktualisierungsantrag findest Du auf dieser Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Im Übrigen gilt Folgendes:

Neben BAföG gibt es noch die Möglichkeit, einen Studienkredit aufzunehmen, einen neuen Nebenjob zu finden oder Dich für ein Stipendium zu bewerben

Zu allererst solltest Du probieren, BAföG zu beantragen. Siehe dazu den LexMe Artikel Dein Recht auf BAföG. Falls das nicht geklappt hat, gibt es viele andere Möglichkeiten, Geld im Studium zu bekommen.

Die wichtigsten Möglichkeiten, an Geld zu kommen, sind die Folgenden:

  • Studienkredit: Du kannst einen Studienkredit bei einer Bank beantragen. Meist haben die Banken besondere Konditionen für Studenten und die Voraussetzungen, den Kredit zu bekommen sind nicht sehr hoch. Beachte aber, dass Du den Studienkredit nach Deinem Studium meist mit Zinsen zurückzahlen musst. Schau mal bei Studienkredit.de vorbei. Die Seite ist sehr übersichtlich und beinhaltet eine große Datenbank über Anbieter von Studienkrediten. Hier siehst Du auch direkt die Konditionen der Banken und kannst vergleichen;
  • Nebenjob: Du kannst versuchen, einen Nebenjob zu finden. Also einen Minijob oder einen Werkstudentenjob. Gerade auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten gibt es viele Lieferdienste, die immer auf tatkräftige Unterstützung von Studenten angewiesen sind. Schau einfach mal in Dein Stadtmagazin (in Münster z.B. in die nadann) oder google online nach Nebenjobs in Deiner Stadt;
  • Stipendium: Du kannst Dich auch für ein Stipendium bewerben. Es gibt viele Stipendienanbieter, bei denen Du, wenn Du die Voraussetzungen erfüllst, monatlich Geld bekommst, das Du nicht zurückzahlen musst. Schau mal bei Stipendienlotse vorbei. Hier findest Du viele Stipendien zur Auswahl. Du kannst zudem direkt prüfen, ob Du die Kriterien erfüllst, um ein Stipendium zu bekommen.
  • Info bei Studierendenwerken: Eine super Übersicht über alle Möglichkeiten der Studienfinanzierung findest Du auch auf der Website der Studierendenwerke.

Ja. Deine Airline bzw. Dein Reiseveranstalter muss Dir die gesamten Kosten zurückzahlen. Du musst keine Gutscheine annehmen.

In der Corona Zeit kannst Du genau wie in normalen Zeiten wählen zwischen Rückzahlung des Ticketkosten und einer Umbuchung

Sagt Deine Airline Deinen Flug ab (Annullierung), oder fällt Deine Reise aus, hast Du Anspruch auf Rückzahlung (Erstattung) der gesamten Kosten inkl. Steuern & Gebühren.

Unser Tipp – Hol Dir Deine Ticketkosten zurück

Deine Ticketkosten bekommst Du da wieder, wo Du gebucht hast. Hast Du Deinen Flug also in einem Reiseportal gebucht, kannst Du bei dem Reiseportal auch die Ticketkosten zurückholen.

Ja. Und zwar dann, wenn Du Deinen Flug wegen Reisewarnungen oder Gesundheitsgefahren am Zielort selbst absagst. Dann bekommst Du Deine gesamten Kosten zurück!

Du kannst Deinen Flug und Deine Reise kostenfrei absagen (stornieren), wenn es am Zielort behördliche Beschränkungen gibt. Du kannst also kostenlos zurücktreten und bekommst die vollen Kosten zurückgezahlt.

Wenn Du Deinen Flug bzw. Deine Reise wegen der Corona Krise absagen willst, gehe am besten wie folgt vor:

  • Rücktritt schriftlich erklären: Teile Deiner Airline schriftlich, also per Post (und am besten auch nochmal per E-Mail) mit, dass Du von Deinem Flug zurücktrittst;
  • Corona als Grund: Gib in Deinem Rücktrittsschreiben an, dass Du aufgrund der weltweiten Ausbreitung von Corona (COVID-19) unter keinen Umständen an Dein Reiseziel reisen kannst, da Du große Gesundheitsschäden für Dich und Dein Umfeld befürchtest. Sollten bereits behördliche Reisewarnungen vorliegen, verweise auch auf diese;
  • Stornierungskosten zurückverlangen: Weise in Deinem Rücktrittsschreiben ausdrücklich darauf hin, dass Du den gesamten Flugpreis inkl. Steuern und Gebühren zurückgezahlt haben möchtest;
  • Frist von 7 Tagen setzen: Setze Deiner Airline eine Frist von 7 Tagen zur Rückzahlung des gesamten Flugpreises inkl. Steuern und Gebühren.

Wenn Du keine Gegenleistung für Dein Geld bekommst, kannst Du Dein Geld für die Corona Zeit oft zurückverlangen. Bei Bus & Bahnfahrkarten ist die Rechtslage nicht einheitlich. 

Folgende Rechte hast Du bei Fitnessstudios, Abos, Sportvereinen, Schwimmbädern, Musikkursen und Karten für Bus & Bahn:

Fitnessstudio & sonstiges Abo

  • Geld zurück: Ja. Du bekommst für die Monate, in denen Dein Fitnessstudio geschlossen ist oder Du die Leistungen von Deinem Abo nicht in Anspruch nehmen kannst, Dein Geld zurück. Du kannst mit Deinem Fitnessstudio oder Vertragspartner auch vereinbaren, dass Du die ausgefallenen Monate kostenlos hinten dran hängen kannst, wenn Dein Vertrag ausgelaufen ist.
  • Kündigung: Wenn in Deinem Vertrag ein jederzeitiges bzw. monatliches Kündigungsrecht drin steht, kannst Du kündigen. Steht ein solches Kündigungsrecht nicht in Deinem Vertrag, kannst Du wegen Corona aber nicht einfach sofort & fristlos kündigen. Denn Dein Fitnessstudio wird ja nach der Corona Zeit wieder aufmachen und Du kannst die Leistungen wieder nutzen.

Bus- & Bahnfahrkarten, Wochen-, Monats- & Jahreskarten etc.

  • Geld zurück: Nein. Solange Du Deine Fahrkarten in Anspruch nehmen und Bus & Bahn weiter nutzen kannst, bekommst Du kein Geld zurück. Viele Bus- und Bahnunternehmen bieten aber an, dass sie Dir den Preis für Deine Wochen-, Monats- oder Jahreskarte trotzdem erstatten. Alternativ kannst Du fragen, ob Du die Zeit, in der Du Deine Wochen-, Monats- oder Jahreskarte nicht nutzen konntest, nach Ablauf Deines Abos hinten dran hängen kannst.
  • Kündigung: Wenn in Deinem Vertrag ein jederzeitiges bzw. ein monatliches Kündigungsrecht drin steht, kannst Du kündigen. Steht ein solches Kündigungsrecht nicht in Deinem Vertrag, kannst Du wegen Corona aber nicht einfach fristlos kündigen. Denn Bus & Bahn werden ja nach der Corona Zeit wieder fahren und Du kannst die Leistungen wieder nutzen.

Online Abos (Netflix, DAZN, Sky, Amazon Prime etc.)

  • Geld zurück: Nein. Solange Du Dein Abo in Anspruch nehmen kannst und Filme, Serien, Sportzusammenfassungen etc. schauen kannst, bekommst Du kein Geld zurück.
  • Kündigung: Wenn in Deinem Vertrag ein jederzeitiges bzw. monatliches Kündigungsrecht drin steht, kannst Du kündigen. Steht ein solches Kündigungsrecht nicht in Deinem Vertrag, kannst Du wegen Corona aber nicht einfach sofort & fristlos kündigen.

Sportvereine & andere Vereine

  • Geld zurück: Nein. Du hast keinen Anspruch auf Rückzahlung Deines Mitgliedsbeitrags. Denn den Mitgliedsbeitrag zahlst Du für eine längere Periode. Meist ein halbes oder ein Jahr. Und nach der Corona Zeit kannst Du die Leistungen Deines Vereins wieder in Anspruch nehmen.
  • Kündigung: Nein. Du hast kein Recht, Deinen Vertrag mit dem Sportverein wegen Corona sofort & fristlos zu kündigen. Du kannst aber natürlich nach den Regeln kündigen, die in Deinem Vertrag stehen.

Musik- und Sprachkurse

  • Geld zurück: Ja. Du bekommst für die Monate und die Zeiten, in denen Dein Musik- und Sprachkurs nicht stattfindet, Dein Geld zurück. Du kannst mit Deinem Vertragspartner auch vereinbaren, dass Du die Kurse online absolvierst oder dass Ihr Videokonferenzen macht. Machst Du dies, bekommst Du die Kursgebühr nicht zurück.
  • Kündigung: Wenn in Deinem Vertrag ein jederzeitiges bzw. monatliches Kündigungsrecht drin steht, kannst Du kündigen. Steht ein solches Kündigungsrecht nicht in Deinem Vertrag, kannst Du wegen Corona aber nicht einfach sofort & fristlos kündigen, wenn Dein Musik- & Sprachkurs nach der Corona Zeit wieder angeboten wird.

Unser Tipp

Sprich einmal mit Deinem Vertragspartner und frag nach, wie er Dir in der Corona Zeit mit Deinen Beiträgen entgegen kommen kann. Wenn Du Deinen Vertrag trotzdem kündigen möchtest, dann kannst Du dies durchaus probieren. Manche Vertragspartner sind hierbei durchaus kulant. Wie Du am besten kündigst, siehst Du im LexMe Artikel Dein Recht bei Abo- und Vertragskündigung.

Nein. Wenn Du Deine Miete wegen der Corona Krise nicht zahlen kannst, kann Dein Vermieter Dir nicht kündigen. 

In normalen Zeiten hat Dein Vermieter ein Kündigungsrecht, wenn Du mit 2 Monatsmieten in Rückstand bist

In normalen Zeiten hat Dein Vermieter das Recht, Dir zu kündigen und Dich aus der Wohnung zu schmeißen, wenn Du bspw. 2 volle Monate Deine Miete nicht gezahlt hast, Du also mit insgesamt 2 Monatsmieten in Rückstand bist. Siehe hierzu auch im LexMe Artikel Dein Recht bei Kündigung Deines Mietvertrags durch Deinen Vermieter.

In Corona Zeiten gelten Besonderheiten – Kündigungsstopp bis Juni 2020 (verlängerbar bis September 2020)

In der Corona Krise hat sich die Bundesregierung dafür entschieden, das Mietrecht für eine gewisse Zeit zu ändern. Sie hat entschieden, dass für Mietschulden, also Zahlungsrückstände, die im Zeitraum zwischen dem 1. April und 30. Juni 2020 entstanden sind, Dein Vermieter das Mietverhältnis nicht kündigen, darf, wenn die Zahlungsausfällen aus der Corona Krise resultieren. Diese Regelung kann noch bis zum 30. September verlängert werden kann.

Die Voraussetzungen für ein Kündigungsstopp führen wir Dir hier nochmal genauer auf:

  • Zahlungsrückstände: Du kannst Deine Miete im Zeitraum April – September 2020 nicht oder oder nicht voll zahlen;
  • Corona Krise ist schuld: Schuld an Deinen Zahlungsausfällen muss die Corona Krise sein. Du musst also wegen der Corona Krise selber weniger Geld verdienen;
  • Mietverhältnis vor dem 08März 2020: Dein Mietverhältnis muss vor dem 08. März zustande gekommen sein.

Wenn diese Punkte bei Dir vorliegen, kannst Du erstmal beruhigt sein. Dein Vermieter kann Dir nicht kündigen. Du musst jedoch berücksichtigen, dass Du die Zahlungen bis zum 30. Juni 2022 nachholen musst.

Wenn Du also aktuell Zahlungsprobleme hast, sprich einmal mit Deinem Vermieter und sag ihm, dass Du wegen der Corona Krise weniger Geld zur Verfügung hast. Wenn das alles nichts bringt, dann schau mal bei einem der unten stehenden Online Services vorbei oder gehe direkt zu wenigermiete.de oder MieterEngel.

Wenn Du Hauptmieter bist, verlieren alle WG Mitbewohner ihre Wohnung. Wenn Du nur Untermieter bist, dann behalten die anderen WG Mitbewohner ihre Wohnung.

Bist Du der Hauptmieter der WG und hast nur Du den Mietvertrag mit dem Vermieter der Wohnung abgeschlossen, verlieren durch die Kündigung Deines Mietvertrags automatisch alle Deine Mitbewohner ihre Wohnung. Denn Deine Mitbewohner sind Deine Untermieter. Und wenn es keinen Hauptmietvertrag gibt, kann es auch keine Untermietverträge geben.

Bist Du nur Untermieter, dann passiert durch Deine Kündigung des Mietvertrages nichts. Alle anderen können in der WG bleiben.

Unser Tipp – Wenn Du Hauptmieter bist, übertrage Deinen Mietvertrag auf einen WG Mitbewohner

Wenn Du Hauptmieter bist und Deinen Mietvertrag kündigen willst, sprich mit Deinem Vermieter und übertrage den Hauptmietvertrag, den Du mit Deinem Vermieter hast, auf einen Deiner WG Mitbewohner. Dann wird der ausgewählte WG Mitbewohner der Hauptmieter und alle können in der Wohnung wohnen bleiben.

Nein. Grundsätzlich nicht. Du kannst aber mit Deinem Vermieter / Nachmieter / Studierendenwerk sprechen. Vielleicht hast Du Glück und kannst doch länger wohnen bleiben.

Wenn Dein Zimmer schon weitervermietet worden ist, kannst Du nicht nicht einfach bleiben. Außerdem ist Dein Mietvertrag ja wirksam beendet. Du hast also kein Recht mehr in dem Zimmer zu wohnen.

Unser Tipp – Sprich mit Deinem Vermieter / mit Deinem Studierendenwerk

In dieser Situation solltest Du einmal mit Deinem Vermieter sprechen oder Dich erneut beim Studenten- oder Studierendenwerk für ein Wohnheimzimmer bewerben. Es kann gut nämlich gut sein, dass durch die Absage anderer Studierender wieder Zimmer in der WG oder in Wohnheimen frei geworden sind.

Wohnungsbesichtigungen müssen verschoben werden. Dringende Reparaturen dürfen erfolgen.

Wohnungsbesichtigungen, die nicht dringend notwendig sind, müssen auf die Zeit nach der Corona Krise verschoben werden. Sprich Besichtigungen am besten mit Deinem Vermieter ab. Nur wenn Du kurz vor dem Auszug bist und Dein Vermieter Deine Wohnung unbedingt jemandem zeigen muss, musst Du ihn reinlassen. Und das auch nur dann, wenn durch diese Besichtigung für Dich keine Gesundheitsgefahren entstehen.

Bei notwendigen Reparaturen, zum Beispiel einem Rohrbruch, dürfen Vermieter, Hausmeister oder Handwerker in die Wohnung.

Nein. So einfach kündigen kann Dir Dein Arbeitgeber nicht. Jede Kündigung muss auf Papier erfolgen, vom Arbeitgeber unterschrieben sein und die Kündigungsfrist muss eingehalten sein.

Eine Kündigung, die Du von Deinem Arbeitgeber bekommst, ist nur wirksam, wenn folgende Voraussetzungen eingehalten sind. Sind diese Voraussetzungen nicht eingehalten, ist Deine Kündigung nicht wirksam und Du kannst gegen die Kündigung vorgehen:

  • Schriftlich: Die Kündigung muss in jedem Fall schriftlich, also auf Papier und mit Unterschrift Deines Arbeitgebers erfolgen. E-Mail oder mündlich reicht nicht.
  • Kündigungsfrist: Dein Arbeitgeber muss die mit Dir vereinbarte Kündigungsfrist beachten. Wenn Ihr nichts vereinbart habt, gilt normalerweise eine Kündigungsfrist von vier Wochen. In der Probezeit sind auch zwei Wochen möglich.
  • Kündigungsschutz: Wenn Du länger als sechs Monate in einem Unternehmen mit mehr als 10 Vollzeitmitarbeitern beschäftigt bist, hast Du besonderen Kündigungsschutz. Dein Arbeitgeber darf Dir nur kündigen, wenn besondere Gründe vorliegen. Schau zu den Gründen auch einmal in den LexMe Artikel Dein Recht bei Kündigung & Aufhebungsvertrag. Ein besonderer Grund ist zum Beispiel, dass Dein Job vollständig wegfällt und auch nicht ersetzt wird. Dann kann Dein Arbeitgeber Dir ggf. betriebsbedingt kündigen.
  • Befristete Verträge: Befristete Arbeitsverträge können vor dem Ablauf der Befristung (meist 1 oder 2 Jahre) nur gekündigt werden, wenn es im Arbeitsvertrag besondere Kündigungsregeln gibt.
  • Betriebsrat: Wenn es in Deinem Unternehmen einen Betriebsrat gibt, muss dieser vor jeder Kündigung angehört, also zur Kündigung befragt werden. Ist das nicht geschehen, ist Deine Kündigung unwirksam.

Wie Du am besten gegen eine unwirksame Kündigung vorgehst, erfährst Du im LexMe Artikel Dein Recht bei Kündigung & Aufhebungsvertrag

Studenten haben normalerweise keinen Anspruch auf Wohngeld. Es gibt aber Ausnahmen.

Studenten, Schüler und Auszubildende, die einen Anspruch auf BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) haben oder hätten, haben keinen Anspruch auf Wohngeld. Nur in den unten aufgeführten Ausnahmefällen hast Du Anspruch auf Wohngeld. Informiere Dich also erstmal unten und stelle ggf. einen Antrag auf BAföG. Wenn keine Ausnahme auf Dich zutrifft und Du auch kein BAföG bekommst, kannst Du Wohngeld beantragen.

Ausnahmen

In folgenden Fällen kannst Du als Student trotzdem Anspruch auf Wohngeld haben:

  • Du hast die Altersgrenze von 30 Jahren (bei Masterstudiengängen 35 Jahre) für die Förderungsfähigkeit durch BAföG überschritten;
  • Du hast einen Fachrichtungswechsel ohne „wichtigen Grund“ nach Beginn des 4. Fachsemesters und damit zu spät vorgenommen;
  • Du hast ohne gesetzliche anerkannte Gründe die fürs BAföG geforderten Leistungsnachweise nicht oder nicht rechtzeitig erbracht;
  • Die BAföGFörderungshöchstdauer Deines Studiengangs ist überschritten und eine Weiterförderung ist ausgeschlossen;
  • Du hast ein Urlaubssemester eingelegt;
  • Deine Ausbildungsstätte wird nicht als BAföG förderungsfähig anerkannt (z.B. bei Privatschulen die keine staatliche Anerkennung haben);
  • Du betreibst Dein Studium nur in Teilzeit;
  • Du bekommst Leistungen (z.B. Stipendium) von einem Begabtenförderungswerk;
  • Bei Deiner Ausbildung handelt es sich um eine Zweitausbildung (Zweitstudium), welche die Voraussetzungen für BAföG nicht erfüllt und deshalb nicht mit BAföG gefördert wird;
  • Du beziehst BAföG ausschließlich als Bankdarlehen;
  • Du wohnst als Mieter mit weiteren Familienangehörigen (mit Geschwistern oder einem Kind) zusammen und Ihr zahlt die Kosten der Wohnung, also die Miete, gemeinsam.

So beantragst Du Wohngeld

Ist eine der oben genannten Voraussetzungen gegeben, dann kannst Du einen Antrag auf Wohngeld mit Aussicht auf Erfolg stellen. Wie Du Wohngeld beantragst, siehst Du im LexMe Artikel Dein Recht auf Wohngeld.

Nein. Als Vollzeitstudent bekommst Du weder Hartz4 noch Sozialhilfe. Du kannst aber BAföG beantragen. Als Teilzeitstudent hast Du ggf. Anspruch auf Hartz4 oder Sozialhilfe.

Wenn Du Vollzeitstudent bist, kannst Du leider kein Hartz4 und auch keine Sozialhilfe beantragen. Du kannst aber BAföG beantragen. Wie Du das machst, siehst im LexMe Artikel Dein Recht auf BAföG und Ausbildungsförderung.

Ausnahmen

In den folgenden Ausnahmesituationen hast Du ggf. Anspruch auf Hartz4 oder Sozialhilfe:

  • Urlaubssemester oder Teilzeitstudium wg. Kind oder Krankheit: Bist Du im Urlaubssemester weil Du Schwanger bist oder ein Kind erziehst oder weil Du schwer erkrankt bist und kannst deswegen nicht studieren, hast Du ggf. Anspruch auf Hartz4 oder Sozialhilfe;
  • Härtefälle: Wenn Dir plötzlich Deine Studienfinanzierung wegbricht und Du kein BAföG bekommst und Du schon weit fortgeschritten bist im Studium, hast Du ggf. Anspruch auf Hartz4 oder Sozialhilfe;
  • Mehrbedarf für Kind oder bei Behinderung: Auch wenn Du selbst keinen Anspruch auf Hartz4 oder Sozialhilfe hast, hast Du ggf. wegen Deines Kindes oder wegen Deiner Behinderung Anspruch auf Zahlungen aus Hartz4 oder Sozialhilfe.

Wenn Du in eine dieser Kategorien fällst, hast Du ggf. Anspruch auf Hartz4 oder Sozialhilfe. Wie Du diese beantragst und was Du dabei beachten musst, erfährst Du in den LexMe Artikeln Dein Recht auf Hartz4 und Dein Recht auf Sozialhilfe.

Nein. Kurzarbeitergeld kannst Du als Student mit Minijob oder Werkstudentenjob nicht selbst beantragen. 

Als Student mit Minijob oder Werkstudentenjob zahlst Du grds. keine Beiträgen an die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Weil Du nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlst, kannst Du auch kein Kurzarbeitergeld beantragen.

Im Übrigen beantragt Dein Arbeitgeber Kurzarbeitergeld für Dich. Und das auch nur dann, wenn in dem Betrieb Deines Arbeitgebers vorübergehend zu wenig Aufträge vorhanden sind, um Dich zu beschäftigen.

Nein. Du kannst Deinen Mietvertrag leider nicht einfach so kündigen. Du kannst aber mit Deinem Vermieter sprechen, ob er Dich früher aus dem Mietvertrag raus lässt.

Eine Kündigung oder fristlose Kündigung Deines Mietvertrages ist in der Regel nicht möglich. Es gelten trotz Corona die Kündigungsfristen, die Ihr im Mietvertrag vereinbart habt.

Unser Tipp

Nimm schnellstmöglich Kontakt (Telefon oder E-Mail) mit Deinem Vermieter oder der Wohnheimverwaltung Deines Studentenwohnheims. Mit diesen kannst Du Lösungsmöglichkeiten für eine frühere Beendigung Deines Mietvertrags finden.

Wenn Dein Studium länger dauert und Du einen Nachweis Deiner Uni hierüber hast, kannst Du die Aufenthaltsgenehmigung beim Ausländeramt verlängern lassen

Die Aufenthaltsgenehmigung zu Studienzwecken ist für maximal zwei Jahre gültig. Wenn Du länger in Deutschland studierst, musst Du sie vier bis sechs Wochen vor Ablauf der Frist verlängern. Hierfür brauchst Du einen Nachweis Deiner Hochschule darüber, dass Dein Studium noch nicht abgeschlossen ist und Du im Studienverlauf ordnungsgemäß vorankommst.

Den Antrag musst Du beim Ausländeramt (Ausländerbehörde) der Stadt stellen, in der Du wohnst.

Für den Antrag der Aufenthaltsgenehmigung benötigst Du:

  • das ausgefüllte Antragsformular. Das Antragsformular findest Du hier,
  • Reisepass mit Visum,
  • Immatrikulations-bescheinigung,
  • Krankenversicherungs-nachweis,
  • Finanzierungsnachweis,
  • Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamtes,
  • Mietvertrag oder Bestätigung des Vermieters,
  • Passfotos,
  • Bargeld für die Anmeldegebühr.

Jede Uni & FH entscheidet selbst, wie Prüfungen stattfinden. Insgesamt gilt: Die Prüfungen, die Online stattfinden können, werden auch Online stattfinden. 

Die Uni Münster hat z.B. entschieden: Nur wenn die Art der Prüfungsleistung es zwingend erfordert, sind Prüfungen auch in Präsenz möglich. Das heißt, dass versucht wird, alle Prüfungen Online stattfinden zu lassen. Nur im Ausnahmefall sollen Prüfungen in den Räumen der Uni stattfinden.

Weitere Informationen zum Ablauf von Prüfungen und zu vielen weiteren universitären Umständen in der Corona Krise hat die WWU Münster auf dieser Website zusammengefasst. Schaut mal drauf. Die Website wird stetig aktualisiert.