Dein Recht als Verbraucher in der Corona Krise

Die Corona Krise führt 2020 zur Absage vieler Reisen, Flüge und Veranstaltungen. Es gibt viele gesetzliche Änderungen, die Dir als Mieter, Arbeitnehmer & Verbraucher helfen. Hier erfährst Du, welche besonderen Rechte Dir wegen der Corona Krise zustehen.

Ja. In der Corona Zeit hast Du genauso wie in normalen Zeiten das Recht auf Rückzahlung des vollen Reisepreises. Du musst keine Gutscheine annehmen.

In normalen Zeiten kannst Du von Deinem Reiseveranstalter die Rückzahlung sämtlicher Reisekosten verlangen, wenn Dein Reiseveranstalter eine Reise absagt bzw. storniert. Du musst ihn zur Rückzahlung auffordern und er muss Dir innerhalb von 14 Tagen nach Deiner Aufforderung den vollen Reisepreis zurückzahlen.

In Corona Zeiten gelten keine Ausnahmen 

Das Corona-Krisen-Kabinett der Bundesregierung hat zwar entschieden, dass für Reisen, die vor dem 08. März 2020 gebucht wurden, Gutscheine als Ersatz für die Absage an die Reisenden ausgegeben werden können. Diese Entscheidung ist aber nicht verbindlich. Das heißt, dass Du auch während der Corona Krise bei einer Absage Deiner Reise alle Kosten von Deinem Reiseveranstalter zurückbekommst.

Daher lautet unser Tipp

Wenn Dein Reiseveranstalter Deine Reise abgesagt hat, solltest Du von Deinem Reiseveranstalter sämtliche Zahlungen & Anzahlungen zurückverlangen.

Ja. Deine Airline muss Dir die Ticketkosten zurückzahlen. Du musst keine Gutscheine annehmen.

In der Corona Zeit kannst Du genau wie in normalen Zeiten wählen zwischen Rückzahlung des Ticketkosten und einer Umbuchung

Sagt Deine Airline Deinen Flug ab (Annullierung), hast Du normalerweise einen Anspruch auf Rückzahlung (Erstattung) der gesamten Ticketkosten inkl. Steuern & Gebühren. Deine Airline darf diese Rückzahlung nicht verweigern. Wie Du Deine Rückzahlungs-Ansprüche geltend machst, siehst Du im LexMe Artikel Dein Recht bei Flugverspätung & Flugausfall.

Auch in Corona Zeiten gelten keine Ausnahmen

Das Corona-Krisen-Kabinett der Bundesregierung hat zwar entschieden, dass für Reisen und Flüge, die vor dem 08. März 2020 gebucht wurden, Gutscheine als Ersatz für die Absage ausgegeben werden können.

Diese Entscheidung wird jedoch von der EU abgelehnt. Also muss Deine Airline Dir auch für Flüge, die aufgrund der Corona Krise abgesagt wurden, die gesamten Ticketkosten inkl. aller Steuern, Gebühren etc. zurückzahlen. Und zwar innerhalb von 7 Tage nach Deiner Aufforderung zur Zahlung.

Unser Tipp: Hol Dir Deine Ticketkosten zurück

Deine Ticketkosten bekommst Du da wieder, wo Du gebucht hast. Hast Du Deinen Flug also in einem Reiseportal gebucht, kannst Du bei dem Reiseportal auch die Ticketkosten zurückholen. Alles Weitere dazu, wie Du Dir die Rückzahlung holst, siehst Du im LexMe Artikel Dein Recht bei Flugverspätung & Flugausfall.

Ja. Und zwar dann, wenn Du Deinen Flug wegen Reisewarnungen oder Gesundheitsgefahren am Zielort selbst absagst. Dann bekommst Du Deine gesamten Kosten zurück!

Du kannst Deinen Flug und Deine Reise kostenfrei absagen (stornieren), wenn es am Zielort behördliche Beschränkungen gibt. Du kannst also kostenlos zurücktreten und bekommst die vollen Kosten zurückgezahlt.

Wenn Du Deinen Flug bzw. Deine Reise wegen der Corona Krise absagen willst, gehe am besten wie folgt vor:

  • Rücktritt schriftlich erklären: Teile Deiner Airline schriftlich, also per Post (und am besten auch nochmal per E-Mail) mit, dass Du von Deinem Flug zurücktrittst;
  • Corona als Grund: Gib in Deinem Rücktrittsschreiben an, dass Du aufgrund der weltweiten Ausbreitung von Corona (COVID-19) unter keinen Umständen an Dein Reiseziel reisen kannst, da Du große Gesundheitsschäden für Dich und Dein Umfeld befürchtest. Sollten bereits behördliche Reisewarnungen vorliegen, verweise auch auf diese;
  • Stornierungskosten zurückverlangen: Weise in Deinem Rücktrittsschreiben ausdrücklich darauf hin, dass Du den gesamten Flugpreis inkl. Steuern und Gebühren zurückgezahlt haben möchtest;
  • Frist von 7 Tagen setzen: Setze Deiner Airline eine Frist von 7 Tagen zur Rückzahlung des gesamten Flugpreises inkl. Steuern und Gebühren.

Bei Flugausfall ohne Corona – Pflicht zur Entschädigungszahlung

Grundsätzlich sind Airlines verpflichtet, eine Entschädigung zu leisten, wenn sie einen Flug absagen (annullieren) und Dich nicht mindestens zwei Wochen vorher hierüber informieren oder eine Ersatzbeförderung bereitstellen. Siehe hierfür auch den LexMe Artikel Dein Recht bei Flugverspätung und Flugausfall.

Bei Flugausfall wegen Corona – keine Pflicht zur Entschädigungszahlung

Deine Airline muss aber keine Entschädigung zahlen, wenn der Grund für die Annullierung ein außergewöhnlicher Umstand war. Die EU-Kommission hat entschieden, dass die Corona Pandemie einen außergewöhnlichen Umstand darstellt. Daher kannst Du von Deiner Airline für Deinen Flug, wenn er aufgrund der Corona Pandemie ausfällt zwar die Rückzahlung der Ticketkosten, aber keine Entschädigung verlangen.

Wenn Flugausfall nicht notwendig war – Pflicht zur Entschädigungszahlung 

Einen Anspruch auf Entschädigung hast Du aber dann, wenn die Absage durch Deine Airline nicht notwendig gewesen wäre. Das ist der Fall, wenn

  • Keine Einreisebeschränkungen: für den Zeitpunkt Deines Fluges lagen keine Einreisebeschränkungen für Dein Reiseziel vor;
  • Keine Reisewarnungen: es gab zudem keine offiziellen Reisewarnungen für Reisen zu Deinem Reiseziel.

Wenn beide Punkte vorliegen, hast Du einen Anspruch auf Entschädigung. Schau einmal im LexMe Artikel Dein Recht bei Flugverspätung & Flugausfall, wie Du Dir die Entschädigung holst.

Nein. Wenn Du Deine Miete wegen der Corona Krise nicht zahlen kannst, kann Dein Vermieter Dir nicht kündigen. 

In normalen Zeiten hat Dein Vermieter zwar ein Kündigungsrecht, wenn Du mit 2 Monatsmieten in Rückstand bist

In normalen Zeiten hat Dein Vermieter das Recht, Dir zu kündigen und Dich aus der Wohnung zu schmeißen, wenn Du bspw. 2 volle Monate Deine Miete nicht gezahlt hast, Du also mit insgesamt 2 Monatsmieten in Rückstand bist. Siehe hierzu auch im LexMe Artikel Dein Recht bei Kündigung Deines Mietvertrags durch Deinen Vermieter.

In Corona Zeiten gelten Besonderheiten – Kündigungsstopp bis Juni 2020 (verlängerbar bis September 2020)

In der Corona Krise hat sich die Bundesregierung dafür entschieden, das Mietrecht für eine gewisse Zeit zu ändern. Sie hat entschieden, dass für Mietschulden, also Zahlungsrückstände, die im Zeitraum zwischen dem 1. April und 30. Juni 2020 entstanden sind, Dein Vermieter das Mietverhältnis nicht kündigen, darf, wenn die Zahlungsausfällen aus der Corona Krise resultieren. Diese Regelung kann noch bis zum 30. September verlängert werden kann.

Die Voraussetzungen für ein Kündigungsstopp führen wir Dir hier nochmal genauer auf:

  • Zahlungsrückstände: Du kannst Deine Miete im Zeitraum April – September 2020 nicht oder oder nicht voll zahlen;
  • Corona Krise ist schuld: Schuld an Deinen Zahlungsausfällen muss die Corona Krise sein. Du musst also wegen der Corona Krise selber weniger Geld verdienen;
  • Mietverhältnis vor dem 08. März 2020: Dein Mietverhältnis muss vor dem 08. März zustande gekommen sein.

Wenn diese Punkte bei Dir vorliegen, kannst Du erstmal beruhigt sein. Dein Vermieter kann Dir nicht kündigen. Du musst jedoch berücksichtigen, dass Du die Zahlungen bis zum 30. Juni 2022 nachholen musst.

Wenn Du also aktuell Zahlungsprobleme hast, sprich einmal mit Deinem Vermieter und sag ihm, dass Du wegen der Corona Krise weniger Geld zur Verfügung hast. Wenn das alles nichts bringt, dann schau mal bei einem der unten stehenden Online Services vorbei.

Wenn Du Hauptmieter bist, verlieren alle WG Mitbewohner ihre Wohnung. Wenn Du nur Untermieter bist, dann behalten die anderen WG Mitbewohner ihre Wohnung.

Bist Du der Hauptmieter der WG und hast nur Du den Mietvertrag mit dem Vermieter der Wohnung abgeschlossen, verlieren durch die Kündigung Deines Mietvertrags automatisch alle Deine Mitbewohner ihre Wohnung. Denn Deine Mitbewohner sind Deine Untermieter. Und wenn es keinen Hauptmietvertrag gibt, kann es auch keine Untermietverträge geben.

Bist Du nur Untermieter, dann passiert durch Deine Kündigung des Mietvertrages nichts. Alle anderen können in der WG bleiben.

Unser Tipp – Wenn Du Hauptmieter bist, übertrage Deinen Mietvertrag auf einen WG Mitbewohner

Wenn Du Hauptmieter bist und Deinen Mietvertrag kündigen willst, sprich mit Deinem Vermieter und übertrage den Hauptmietvertrag, den Du mit Deinem Vermieter hast, auf einen Deiner WG Mitbewohner. Dann wird der ausgewählte WG Mitbewohner der Hauptmieter und alle können in der Wohnung wohnen bleiben.

Wohnungsbesichtigungen müssen verschoben werden. Dringende Reparaturen dürfen erfolgen.

Wohnungsbesichtigungen, die nicht dringend notwendig sind, müssen auf die Zeit nach der Corona Krise verschoben werden. Sprich Besichtigungen am besten mit Deinem Vermieter ab. Nur wenn Du kurz vor dem Auszug bist und Dein Vermieter Deine Wohnung unbedingt jemandem zeigen muss, musst Du ihn reinlassen. Und das auch nur dann, wenn durch diese Besichtigung für Dich keine Gesundheitsgefahren entstehen.

Bei notwendigen Reparaturen, zum Beispiel einem Rohrbruch, dürfen Vermieter, Hausmeister oder Handwerker in die Wohnung.

Nein. So einfach kündigen kann Dir Dein Arbeitgeber nicht. Jede Kündigung muss auf Papier erfolgen, vom Arbeitgeber unterschrieben sein und die Kündigungsfrist muss eingehalten sein.

Eine Kündigung, die Du von Deinem Arbeitgeber bekommst, ist nur wirksam, wenn folgende Voraussetzungen eingehalten sind. Sind diese Voraussetzungen nicht eingehalten, ist Deine Kündigung nicht wirksam und Du kannst gegen die Kündigung vorgehen:

  • Schriftlich: Die Kündigung muss in jedem Fall schriftlich, also auf Papier und mit Unterschrift Deines Arbeitgebers erfolgen. E-Mail oder mündlich reicht nicht.
  • Kündigungsfrist: Dein Arbeitgeber muss die mit Dir vereinbarte Kündigungsfrist beachten. Wenn Ihr nichts vereinbart habt, gilt normalerweise eine Kündigungsfrist von vier Wochen. In der Probezeit sind auch zwei Wochen möglich.
  • Kündigungsschutz: Wenn Du länger als sechs Monate in einem Unternehmen mit mehr als 10 Vollzeitmitarbeitern beschäftigt bist, hast Du besonderen Kündigungsschutz. Dein Arbeitgeber darf Dir nur kündigen, wenn besondere Gründe vorliegen. Schau zu den Gründen auch einmal in den LexMe Artikel Dein Recht bei Kündigung & Aufhebungsvertrag. Ein besonderer Grund ist zum Beispiel, dass Dein Job vollständig wegfällt und auch nicht ersetzt wird. Dann kann Dein Arbeitgeber Dir ggf. betriebsbedingt kündigen.
  • Befristete Verträge: Befristete Arbeitsverträge können vor dem Ablauf der Befristung (meist 1 oder 2 Jahre) nur gekündigt werden, wenn es im Arbeitsvertrag besondere Kündigungsregeln gibt.
  • Betriebsrat: Wenn es in Deinem Unternehmen einen Betriebsrat gibt, muss dieser vor jeder Kündigung angehört, also zur Kündigung befragt werden. Ist das nicht geschehen, ist Deine Kündigung unwirksam.

Wie Du am besten gegen eine unwirksame Kündigung vorgehst, erfährst Du im LexMe Artikel Dein Recht bei Kündigung & Aufhebungsvertrag

In normalen Zeiten kann Dir Deine Bank kündigen und die restliche Summe sofort von Dir verlangen

Wenn Du in normalen Zeiten die Raten für Deinen Kredit (Autokredit, Kredit für Deinen Fernseher, Verbraucherkredit) nicht bezahlen kannst, kann Dir Deine Bank kündigen. Deine Bank kann zudem die sofortige Zahlung aller noch nicht gezahlten Raten verlangen. Ggf. darf die Bank auch Sicherheiten verwerten.

In Corona Zeiten gelten Besonderheiten – Zahlungspause von April bis Juni 2020

Wenn Du Deinen Kreditvertrag vor dem 15. März 2020 geschlossen hast, kannst Du die Zahlung Deiner Raten für 3 Monate von April bis Juni aussetzen, wenn Du wegen der Corona Krise weniger Geld hast. Du musst die ausgesetzten Raten jedoch nach der Corona Krise nachzahlen.

Folgende Voraussetzungen müssen vorliegen, damit Du die Ratenzahlung pausieren kannst:

  • Zahlungsrückstände: Du kannst im Zeitraum April – September 2020 die Raten für Deinen Kredit nicht oder oder nicht voll zurückzahlen;
  • Corona Krise ist schuld: Schuld an Deinen Zahlungsausfällen muss die Corona Krise sein. Du musst also wegen der Corona Krise selber weniger Geld verdienen;
  • Kreditvertrag vor dem 15. März 2020: Dein Kreditvertrag muss vor dem 15. März abgeschlossen worden sein.

Liegen diese Voraussetzungen bei Dir vor, kannst Du die Ratenzahlung in diesen 3 Monaten (April bis Juni 2020) aussetzen. Schreibe Deiner Bank dafür am besten eine E-Mail, in der Du mitteilst, dass Du wegen der Corona Krise zu wenig Geld hast und Du die Kreditraten nicht zu zahlen kannst. Kannst Du Dich mit Deiner Bank nicht einigen, verlängert sich die Laufzeit Deines Darlehens automatisch um drei Monate.

Wenn Du keine Leistung für Dein Geld bekommst, kannst Du Dein Geld für die Corona Zeit oft zurückverlangen. Bei Bus & Bahnfahrkarten ist die Rechtslage nicht einheitlich. 

Folgende Rechte hast Du bei Fitnessstudios, Abos, Sportvereinen, Schwimmbädern, Musikkursen und Karten für Bus & Bahn:

Fitnessstudio & sonstiges Abo

  • Geld zurück: Ja. Du bekommst für die Monate, in denen Dein Fitnessstudio geschlossen ist oder Du die Leistungen von Deinem Abo nicht in Anspruch nehmen kannst, Dein Geld zurück. Du kannst mit Deinem Fitnessstudio oder Vertragspartner auch vereinbaren, dass Du die ausgefallenen Monate kostenlos hinten dran hängen kannst, wenn Dein Vertrag ausgelaufen ist.
  • Kündigung: Wenn in Deinem Vertrag ein jederzeitiges bzw. monatliches Kündigungsrecht drin steht, kannst Du kündigen. Steht ein solches Kündigungsrecht nicht in Deinem Vertrag, kannst Du wegen Corona aber nicht einfach sofort & fristlos kündigen. Denn Dein Fitnessstudio wird ja nach der Corona Zeit wieder aufmachen und Du kannst die Leistungen wieder nutzen.

Bus- & Bahnfahrkarten, Wochen-, Monats- & Jahreskarten etc.

  • Geld zurück: Nein. Solange Du Deine Fahrkarten in Anspruch nehmen und Bus & Bahn weiter nutzen kannst, bekommst Du kein Geld zurück. Viele Bus- und Bahnunternehmen bieten aber an, dass sie Dir den Preis für Deine Wochen-, Monats- oder Jahreskarte trotzdem erstatten. Alternativ kannst Du fragen, ob Du die Zeit, in der Du Deine Wochen-, Monats- oder Jahreskarte nicht nutzen konntest, nach Ablauf Deines Abos hinten dran hängen kannst.
  • Kündigung: Wenn in Deinem Vertrag ein jederzeitiges bzw. ein monatliches Kündigungsrecht drin steht, kannst Du kündigen. Steht ein solches Kündigungsrecht nicht in Deinem Vertrag, kannst Du wegen Corona aber nicht einfach sofort & fristlos kündigen. Denn Bus & Bahn werden ja nach der Corona Zeit wieder fahren und Du kannst die Leistungen wieder nutzen.

Online Abos (Netflix, DAZN, Sky, Amazon Prime etc.)

  • Geld zurück: Nein. Solange Du Dein Abo in Anspruch nehmen kannst und Filme, Serien, Sportzusammenfassungen etc. schauen kannst, bekommst Du kein Geld zurück.
  • Kündigung: Wenn in Deinem Vertrag ein jederzeitiges bzw. monatliches Kündigungsrecht drin steht, kannst Du kündigen. Steht ein solches Kündigungsrecht nicht in Deinem Vertrag, kannst Du wegen Corona aber nicht einfach fristlos kündigen.

Sportvereine & andere Vereine

  • Geld zurück: Nein. Du hast keinen Anspruch auf Rückzahlung Deines Mitgliedsbeitrags. Denn den Mitgliedsbeitrag zahlst Du für eine längere Periode. Meist ein halbes oder ein Jahr. Und nach der Corona Zeit kannst Du die Leistungen Deines Vereins wieder in Anspruch nehmen.
  • Kündigung: Nein. Du hast kein Recht, Deinen Vertrag mit dem Sportverein wegen Corona sofort & fristlos zu kündigen. Du kannst aber natürlich nach den Regeln kündigen, die in Deinem Vertrag stehen.

Musik- und Sprachkurse

  • Geld zurück: Ja. Du bekommst für die Monate und die Zeiten, in denen Dein Musik- und Sprachkurs nicht stattfindet, Dein Geld zurück. Du kannst mit Deinem Vertragspartner auch vereinbaren, dass Du die Kurse online absolvierst oder dass Ihr Videokonferenzen macht. Machst Du dies, bekommst Du die Kursgebühr nicht zurück.
  • Kündigung: Wenn in Deinem Vertrag ein jederzeitiges bzw. monatliches Kündigungsrecht drin steht, kannst Du kündigen. Steht ein solches Kündigungsrecht nicht in Deinem Vertrag, kannst Du wegen Corona aber nicht einfach sofort & fristlos kündigen, wenn Dein Musik- & Sprachkurs nach der Corona Zeit wieder angeboten wird.

Unser Tipp

Sprich einmal mit Deinem Vertragspartner und frag nach, wie er Dir in der Corona Zeit mit Deinen Beiträgen entgegen kommen kann. Wenn Du Deinen Vertrag trotzdem kündigen möchtest, dann kannst Du dies durchaus probieren. Manche Vertragspartner sind hierbei durchaus kulant. Wie Du am besten kündigst, siehst Du im LexMe Artikel Dein Recht bei Abo- und Vertragskündigung.

In normalen Zeiten bekommst den vollen Eintrittspreis erstattet

Für abgesagte Veranstaltungen, die wegen Corona abgesagt werden, kannst Du grds. den vollständigen Ticketpreis inklusive etwaiger Vorverkaufsgebühren zurückverlangen.

In Corona Zeiten gelten auch noch keine Ausnahmen

Das Corona-Kabinett der Bundesregierung überlegt gerade, die gesetzlichen Vorschriften anzupassen und anstatt einer Rückzahlung des Ticketpreises die Ausgabe von Gutscheine zu ermöglichen. Wenn Du die Veranstaltung also vor dem 08. März gebucht hast und sie aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde, kann Dir der Veranstalter anstelle der Rückzahlung des Ticketpreises einen Gutschein geben. Das dies so laufen soll, steht aber noch nicht fest.

Unser Tipp: Verlange Dein Geld zurück

Da das Recht zur Ausgabe von Gutscheinen noch nicht verbindlich ist, solltest Du von Deinem Veranstalter erstmal weiterhin den Ticketpreis zurückverlangen.

In normalen Zeiten bekommst den vollen Ticketpreis zurück

Für abgesagte Veranstaltungen, die wegen Corona abgesagt werden, kannst Du grds. den vollständigen Ticketpreis inklusive etwaiger Vorverkaufsgebühren zurückverlangen.

In Corona Zeiten gelten auch noch keine Ausnahmen

Das Corona-Kabinett der Bundesregierung überlegt zwar gerade, die gesetzlichen Vorschriften anzupassen und anstatt einer Rückzahlung des Ticketpreises die Ausgabe von Gutscheine zu ermöglichen. Wenn Du die Veranstaltung also vor dem 08. März gebucht hast und sie aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde, kann Dir der Veranstalter anstelle der Rückzahlung des Ticketpreises einen Gutschein geben. Diese Regelung ist aber noch nicht verbindlich.

Unser Tipp: Verlange Dein Geld zurück

Da das Recht zur Ausgabe von Gutscheinen noch nicht verbindlich ist, solltest Du von Deinem Veranstalter erstmal weiterhin den Ticketpreis zurückverlangen.

Eine Ausnahme gibt es: In folgenden Fällen kannst Du keine Rückzahlungen verlangen, sondern musst die Terminverlegung hinnehmen

  • Auf Deinem Ticket ist die Kostenerstattung im Falle einer Terminverlegung ausdrücklich ausgeschlossen;
  • Auf Deinem Ticket steht kein Datum für die Veranstaltung;
  • Dein Ticket gilt für einen Zeitraum (wie zum Beispiel bei einer Messeveranstaltung oder einem Festival).

Ja. Du bekommst den Wert der ausgefallenen Reiseteile zurückgezahlt

Ist ein Teil Deiner Reise ausgefallen, dann hast Du Anspruch auf Rückzahlung eines angemessenen Teils Deines Reisepreises. Die Höhe dieses Anspruchs beträgt den Anteil der ausgefallenen Reiseleistungen im Verhältnis zur Gesamtreiseleistung.

Gehe zur Rückzahlung des Teils des Reisepreises am besten wie folgt vor:

  • Reiseanbieter schriftlich kontaktieren: Teile Deinem Reiseanbieter schriftlich, also per Post (und am besten auch nochmal per E-Mail) mit, dass Du für den ausgefallenen Teil Deiner Reise den Reisepreis in angemessener Höhe (am besten nennst Du selbst schon mal eine Höhenordnung) eine Erstattung forderst;
  • Frist von 14 Tagen setzen: Setze Deinem Reiseanbieter eine Frist von 14 Tagen zur Rückzahlung des angemessenen Teils des Reisepreises.

Bei einer Pauschalreise kannst Du alle Rückzahlungen von Deinem Reiseveranstalter verlangen

Ist Dein Flug oder Deine Kreuzfahrt als Teil einer Pauschalreise, die mehrere Einzelleistungen umfasst (z.B. Flug, Unterkunft, Mietauto) ausgefallen, muss Dein Reiseveranstalter Dir die ausgefallenen Teile der Reise zurückzahlen. Du musst ihm schreiben und von ihm das Geld für die einzelnen Teile der Reiseleistungen zurückfordern.

Gehe zur Rückzahlung des Teils des Reisepreises am besten wie folgt vor:

  • Reiseanbieter schriftlich kontaktieren: Teile Deinem Reiseanbieter schriftlich, also per Post (und am besten auch nochmal per E-Mail) mit, dass Du für den ausgefallenen Teil Deiner Reise den Reisepreis in angemessener Höhe (am besten nennst Du selbst schon mal eine Höhenordnung) eine Rückzahlung forderst;
  • Frist von 14 Tagen setzen: Setze Deinem Reiseanbieter eine Frist von 14 Tagen zur Rückzahlung des angemessenen Teils des Reisepreises.

Wenn Dein Reiseveranstalter Deine Reise noch nicht abgesagt hat, Du Deine Reise daher selbst absagen willst, weil Du wegen der Corona Krise Angst hast, an Dein Reiseziel zu reisen, dann befolge die folgenden Schritte, damit Du keine Stornierungskosten zahlen musst:

  • Rücktritt schriftlich erklären: Teile Deinem Reiseanbieter schriftlich, also per Post (und am besten auch nochmal per E-Mail) mit, dass Du von Deiner Reise zurücktrittst;
  • Corona als Grund: Gib in Deinem Rücktrittsschreiben an, dass Du aufgrund der weltweiten Ausbreitung von Corona (COVID-19) unter keinen Umständen an Dein Reiseziel reisen kannst, da Du große Gesundheitsschäden für Dich und Dein Umfeld befürchtest. Sollten bereits behördliche Reisewarnungen vorliegen, verweise auch auf diese;
  • Stornierungskosten zurückverlangen: Weise in Deinem Rücktrittsschreiben ausdrücklich darauf hin, dass Du den gesamten Reisepreis zurückgezahlt haben möchtest und keine Stornierungsgebühren zahlst;
  • Frist von 14 Tagen setzen: Setze Deinem Reiseanbieter eine Frist von 14 Tagen zur Rückzahlung des gesamten Reisepreises inkl. Stornierungsgebühren.

Du bekommst den gesamten Reisepreis zurück und zahlst keine Stornierungsgebühr, wenn Du Deine Reise wegen einer behördlichen Warnung oder einer Gesundheitsgefahr am Reiseort absagst oder wenn Dein Reiseveranstalter die Reise absagt

Du kannst Deine Anzahlung zurück bekommen, wenn Dein Reiseveranstalter die Reise absagt oder wenn Du wegen behördlicher Warnungen oder bei Gesundheitsgefahren am Zielort (Corona ist eine solche Gesundheitsgefahr) selbst von der Reise zurücktrittst.

Gehe am besten wie folgt vor:

  • Rücktritt schriftlich erklären: Teile Deinem Reiseanbieter schriftlich, also per Post (und am besten auch nochmal per E-Mail) mit, dass Du von Deiner Reise zurücktrittst;
  • Corona als Grund: Gib in Deinem Rücktrittsschreiben an, dass Du aufgrund der weltweiten Ausbreitung von Corona (COVID-19) unter keinen Umständen an Dein Reiseziel reisen kannst, da Du große Gesundheitsschäden für Dich und Dein Umfeld befürchtest. Sollten bereits behördliche Reisewarnungen vorliegen, verweise auch auf diese;
  • Stornierungskosten zurückverlangen: Weise in Deinem Rücktrittsschreiben ausdrücklich darauf hin, dass Du den gesamten Reisepreis inkl. der Stornierungsgebühren zurückgezahlt haben möchtest;
  • Frist von 14 Tagen setzen: Setze Deinem Reiseanbieter eine Frist von 14 Tagen zur Rückzahlung des gesamten Reisepreises inkl. Stornierungsgebühren.

Startet Dein Flug in einem Land der Europäischen Union oder liegt zumindest Dein Zielflughafen in der EU und hat Deine Airline ihren Sitz in der EU, hat Deine Airline die angemessenen Kosten für eine Unterbringung und Versorgung (also Hotel oder Hostel) sowie die Kosten für den Weg zwischen Unterkunft und Flughafen zu tragen.

Deine Airline zahlt die Kosten, um zu Deinem eigentlichen Zielflughafen zu kommen

Wenn Deine Airline Deinen Flug umleitet, muss sie die Fahrtkosten zu Deinem eigentlichen Zielflughafen zahlen. Deine Airline muss also die Kosten für Deinen Mietwagen oder Deinen Zug zahlen. Du solltest alle Belege und Quittungen aufheben, die diese Kosten belegen.

Ja. Wird Dein Flug wegen der Corona Pandemie abgesagt, muss Deine Airline die Umbuchung für Dich kostenlos übernehmen.

In normalen Zeiten gelten die normalen Buchungstarife

In normalen Zeiten musst Du bei einer Absage Deines Hotelaufenthalts ggf. Stornierungsgebühren zahlen. Schau hierfür einmal in die Buchungsbestätigung des Hotels oder der Plattform, auf der Du den Hotelaufenthalt gebucht hast.

In Corona Zeiten gelten keine Ausnahmen – unser Tipp: Verlang Dein Geld zurück!

Das Corona-Krisen-Kabinett der Bundesregierung hat zwar entschieden, dass für Reisen, die vor dem 08. März 2020 gebucht wurden, Gutscheine als Ersatz für die Absage an die Reisenden ausgegeben werden können und der Reisepreis nicht zurückgezahlt werden muss. Diese Entscheidung ist aber nicht verbindlich. Das heißt, dass Du auch während der Corona Krise bei einer Absage Deines Hotelaufenthalts alle Kosten von Deinem Hotel zurückbekommst.

Daher lautet unser Tipp

Wenn Du Deinen Hotelaufenthalt wegen der Corona Krise absagen musst, solltest Du von Deinem Reiseportal oder vom Hotel direkt sämtliche Zahlungen & Anzahlungen zurückverlangen.

Und wann gilt die Gutscheinregelung?

Sollte die EU der Entscheidung der Bundesregierung doch folgen, kann Folgendes gelten. Das ist aber noch nicht klar:

  • Keine Pflicht zur Rückzahlung: Reiseanbieter müssen den Reisepreis für Reisen, die wegen der Corona Krise abgesagt wurden, nicht in Bar oder per Überweisung erstatten;
  • Gutscheine dürfen ausgegeben werden: Reiseanbieter dürfen anstelle der Rückzahlung des Reisepreises Gutscheine in Höhe des Reisepreises ausstellen. Diese Gutscheine sind bis zum 31.12.2021 gültig und können von den Reisenden damit nach der Corona Krise eingelöst werden;
  • Härtefallregel, wenn Gutschein wertlos ist: Falls Reisende mit den Gutscheinen unter keinen Umständen etwas anfangen können, müssen die Reiseveranstalter unter gewissen Umständen doch den gesamten Reisepreis erstatten. Die genauen Kriterien, wann das zutrifft, sind noch nicht bekannt.