Dein Recht bei Verstößen im Straßenverkehr

In diesem Bereich findest Du viele wichtige Informationen zu Deinem Recht bei Rotlichtverstoß, zu schnellem Fahren, falsch Überholen, Alkohol am Steuer, Bußgeldbescheid, Vorfahrtsregeln etc.

Du wurdest innerorts geblitzt? Das kann auf Dich zukommen: 15 EUR Bußgeld bis zu 480 EUR & 3 Punkten & 3 Monate Fahrverbot

Was heißt innerorts?

Innerorts heißt, dass Du innerhalb geschlossener Ortschaften unterwegs bist. Das erkennst Du daran, dass Du an einem gelben Ortsnamensschild vorbeigefahren bist. In fast allen Ortschaften gilt als Tempolimit 30-50 km/h.

So bekommst Du heraus, wie schnell Du warst

  • von Deiner Tachogeschwindigkeit kannst Du ca. 3 km/h abziehen. Der Tacho ist meistens (bewusst) ungenau.
  • zudem gilt oft eine Toleranz von ca. 3 km/h. Das ist deswegen so, weil die Messverfahren oft ungenau sind. Die Behörde zieht daher eine Toleranz ab.

Von Deiner Tachogeschwindigkeit kannst Du also 6-7 km/h abziehen.

Welche Strafe habe ich zu erwarten?

Du wirst wahrscheinlich demnächst einen Anhörungsbogen von der zuständigen Behörde bekommen. Hier hast Du schonmal ein paar Anhaltspunkte, wieviel Bußgeld, Punkte & Fahrverbot Dich voraussichtlich erwarten

  •  bis 10 km/h zu schnell: 15 EUR
  • 11 – 20 km/h zu schnell: 25 – 35 EUR
  • 21 – 30 km/h zu schnell: 80 – 100 EUR & 1 Punkt
  • 31 – 50 km/h zu schnell: 160 – 200 EUR & 2 Punkte & 1 Monat Fahrverbot
  • 51 – 60 km/h zu schnell: 280 EUR & 2 Punkte & 2 Monate Fahrverbot
  • ab 61 km/h zu schnell: 480 EUR & 3 Punkte & 3 Monate Fahrverbot

Du wurdest außerorts geblitzt? Das kann auf Dich zukommen: 10 EUR bis 600 EUR & 2 Punkte & 3 Monate Fahrverbot

Was heißt außerorts?

Außerorts heißt, dass Du außerhalb geschlossener Ortschaften unterwegs bist. Das erkennst Du meist daran, dass Du an einem gelben Ortsnamensschild vorbeigefahren bist, auf dem der Ortsname mit einem roten Strich durchgestrichen war. Außerorts gilt meist ein Tempolimit zwischen 60 und 130 km/h.

So bekommst Du heraus, wie schnell Du warst

  • von Deiner Tachogeschwindigkeit kannst Du ca. 3 km/h abziehen. Der Tacho ist meistens (bewusst) ungenau.
  • zudem gilt oft eine Toleranz von ca. 3 km/h. Das ist deswegen so, weil die Messverfahren oft ungenau sind. Die Behörde zieht daher eine Toleranz ab.

Von Deiner Tachogeschwindigkeit kannst Du also 6-7 km/h abziehen.

Welche Strafe habe ich zu erwarten?

Du wirst wahrscheinlich demnächst einen Anhörungsbogen von der zuständigen Behörde bekommen. Hier hast Du schonmal ein paar Anhaltspunkte, wieviel Bußgeld, Punkte & Fahrverbot Dich voraussichtlich erwarten

  •  bis 10 km/h zu schnell: 10 EUR
  • 11 – 20 km/h zu schnell: 20 – 30 EUR
  • 21 – 40 km/h zu schnell: 70 – 120 EUR & 1 Punkt
  • 41 – 60 km/h zu schnell: 160 – 240 EUR & 2 Punkte & 1 Monat Fahrverbot
  • 61 – 70 km/h zu schnell: 440 EUR & 2 Punkte & 2 Monate Fahrverbot
  • ab 71 km/h zu schnell: 600 EUR & 2 Punkte & 3 Monate Fahrverbot

Bei Rotlichtverstoß – 90 EUR & 1 Punkt bis 360 EUR & 2 Punkte & Fahrverbot

Wenn Du über eine rote Ampel gefahren bist und dabei geblitzt wurdest, oder von Polizisten beobachtet wurdest, bekommst Du wahrscheinlich demnächst einen Anhörungsbogen von der zuständigen Behörde zugeschickt.

Es lohnt sich jedoch in vielen Fällen hiergegen vorzugehen. Denn auch Ampeln oder Blitzer können ungenau geprüft und daher nicht gesetzeskonform sein.

Mit welcher Strafe muss ich rechnen?

Hier hast Du zudem schonmal ein paar Anhaltspunkte, wieviel Bußgeld, Punkte & Fahrverbot Dich voraussichtlich erwarten

  • normaler Rotlichtverstoß (gerade noch bei rot über Ampel gefahren): 90 EUR & 1 Punkt
  • Rotlichtverstoß mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer: 200 EUR & 2 Punkte & Fahrverbot
  • Rotlichtverstoß mit Beschädigung von Autos, Gegenständen etc.: 240 EUR & 2 Punkte & Fahrverbot
  • normaler Rotlichtverstoß und Ampel länger als 1 Sekunde rot: 200 EUR & 2 Punkte & Fahrverbot
  • normaler Rotlichtverstoß (Ampel länger als 1 Sekunde rot) und Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer: 320 EUR & 2 Punkte & Fahrverbot
  • normaler Rotlichtverstoß (Ampel länger als 1 Sekunde rot) und Beschädigung von Autos und Gegenständen: 360 EUR & 2 Punkte & Fahrverbot

Du wurdest mit Alkohol am Steuer erwischt? Das kann auf Dich zukommen: Bußgeld, Fahrverbot, Punkte und Strafverfahren

Hat die Polizei Dich nachdem Du Alkohol getrunken hast angehalten und war die Kontrolle durch ein Atemmessgerät oder Deine Blutprobe positiv, wirst Du sehr wahrscheinlich auch einen Brief mit einem Anhörungsbogen von der Polizei bekommen.

Du hattest eine BAK von 0,0 – 0,5 ‰ (Promille)

Grundsätzlich ist Fahren mit einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von bis zu 0,5 ‰ (Promille) straffrei, wenn Du in keinen Unfall verwickelt warst. Dir passiert also in der Regel nichts.

Solltest Du aber Ausfallerscheinungen gehabt haben, z.B. Schlangenlinien gefahren sein oder eine schlechte Reaktionsfähigkeit gehabt haben, kann Dir ab 0,3 ‰ eine Strafe drohen, sofern Du in einen Unfall verwickelt warst. Hier musst Du auf den Anhörungsbogen der Polizei und die hierin enthaltenen Vorwürfe warten.

Du hattest eine BAK von 0,5 – 1,09 ‰ („relative Fahruntüchtigkeit“)

Folgende Strafen erwarten Dich, wenn Du erwischt wurdest:

  • Beim 1. Mal: 500 EUR & 2 Punkte & 1 Monat Fahrverbot
  • Beim 2. Mal: 1000 EUR & 2 Punkte & 3 Monate Fahrverbot
  • Beim 3. Mal: 1500 EUR & 2 Punkte & 3 Monate Fahrverbot
  • Gefährdung des Verkehrs unter Alkoholeinfluss (ab 0,3 ‰): 3 Punkte & Entziehung des Führerscheins und Freiheits- oder Geldstrafe (Straftat!)

Du hattest eine BAK von 1,1 ‰ oder mehr („absolute Fahruntüchtigkeit“)

Folgendes gilt, wenn Du eine BAK ab 1,1 ‰ hattest

  • Straftat: Ab 1,1 ‰ liegt eine Straftat vor! Die Strafe kann Freiheitsstrafe oder Geldstrafe sein. Du bekommst mindestens 3 Punkte & Dein Führerschein wird für mindestens 6 Monate bis zu 5 Jahre entzogen;
  • Ab 1,6 ‰: Fährst Du mit einer BAK von mindestens 1,6 ‰ kommt zu den oben genannten Sanktionen noch die MPU (Idiotentest) hinzu, die Du auf jeden Fall absolvieren musst;
  • Für Fahranfänger gilt: Als Fahranfänger darfst Du in der Probezeit keinen Alkohol trinken und dann Auto fahren. Verstößt Du dagegen, bekommst Du mindestens ein Bußgeld von 250 EUR & ggf. Punkte in Flensburg, in der Regel aber kein Fahrverbot. Zudem musst Du eine Nachschulung machen und Deine Probezeit verlängert sich. Im Übrigen gelten die oben genannten Punkte.

Es lohnt sich in vielen Fällen gegen die Vorwürfe vorzugehen, da die Messgeräte und das Verfahren zur genauen Feststellung des Alkoholgehaltes fehlerhaft sein können. Zum Beispiel können die Geräte verunreinigt sein und einen höheren Alkoholgehalt anzeigen.

Fahren unter Drogeneinfluss ist ohne Ausnahmen verboten

Wenn Du unter Drogeneinfluss (also wenn Du Drogen genommen hast) gefahren bist und erwischt wurdest, erwarten Dich folgende Strafen:

  • Beim 1. Mal: 500 EUR & 2 Punkte & 1 Monat Fahrverbot
  • Beim 2. Mal: 1000 EUR & 2 Punkte & 3 Monate Fahrverbot
  • Beim 3. Mal: 1500 EUR & 2 Punkte & 3 Monate Fahrverbot
  • Gefährdung des Verkehrs unter Drogeneinfluss: 3 Punkte & Entziehung des Führerscheins & Freiheits- oder Geldstrafe (Straftat!)
  • Fast immer MPU: Zudem wird auch fast immer eine MPU angeordnet. Falls Anzeichen von Fahrunsicherheit vorliegen (auch wenn Du wenig Drogen konsumiert hast) oder Du unter Drogeneinfluss in einen Verkehrsunfall verwickelt bist, musst Du mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Folgende Spezialitäten gelten

  • Cannabis (Marihuana/Gras) & Haschisch (Bobel): Dir droht der Entzug der Fahrerlaubnis. Es kommt aber darauf an, wie lange der Konsum zurückliegt und wie viel Du konsumiert hast. Außerdem wird ein ärztliches Gutachten eingefordert oder es folgt eine MPU (Idiotentest).
  • Heroin, Kokain Ecstasy und LSD etc.: Hier genügt der Nachweis, dass Du diese konsumiert hast, damit Du Deine Fahrerlaubnis verlierst. Auch wenn Du die Drogen nicht beim Fahren, sondern vorher konsumiert hast.

Du kannst das Bußgeld annehmen

Wenn Du Dir ganz sicher bist, dass Du den vorgeworfenen Verstoß begangen hast, dann kannst Du den Anhörungsbogen entsprechend ausfüllen bzw. sofort das verlangte Buß-/Verwarngeld zahlen und ggf. Deinen Führerschein abgeben.

Eine Überprüfung lohnt sich jedoch in sehr vielen Fällen!

Du kannst die Vorwürfe einfach, schnell, online und ohne weitere Kosten überprüfen lassen

Bist Du Dir nicht ganz sicher, ob die Behörde Recht hat, oder bist Du dringend auf Deinen Führerschein angewiesen, dann solltest Du gegen den Vorwurf vorgehen.

Oft sind nämlich bspw. Geschwindigkeitsmessungen falsch, da die Blitzer falsch aufgestellt, oder nicht ordnungsgemäß geprüft sind. Auch bei einem Rotlichtverstoß hast Du teilweise sehr gute Chancen.

Die Behörde hat in ca. 1/3 aller Fälle Unrecht! Das heißt, in diesen Fällen gewinnst Du, musst kein Bußgeld zahlen, bekommst keinen Punkt und kein Fahrverbot!

Unten sind Online Services aufgelistet, auf deren Website Du Deinen Anhörungsbogen, das Schreiben der Behörde oder Deinen Bußgeldbescheid direkt prüfen lassen kannst. Klicke einfach auf einen der Links und lasse prüfen, ob Du gegen die Vorwürfe der Behörden vorgehen kannst.