Dein Recht bei Unfall im Straßenverkehr

In diesem Bereich findest Du viele wichtige Informationen zu Deinem Recht und zum Vorgehen bei Unfällen im Straßenverkehr. Wichtig ist, schnell zu reagieren und zu versuchen, ruhig zu bleiben.

Wenn der Unfall passiert ist, schalte sofort die Warnblinkanlage an und halte Dein Fahrzeug / Auto an.

Bei leichten Schäden an den beteiligten Fahrzeugen, ohne dass es Verletzte gibt, bewege das Fahrzeug an den Rand der Straße, damit Du Folgeunfälle vermeidest.

Bei schweren Schäden an den beteiligten Fahrzeugen oder wenn es Verletzte gibt, lass Dein Fahrzeug da stehen, wo es durch den Unfall zum Stehen gekommen ist.

Ziehe deine Warnweste an (Seit 2014 musst Du diese für jeden Mitfahrenden im Fahrzeug dabei haben).

Stelle das Warndreieck auf.

  • Bei Unfällen in der Stadt muss das Warndreieck etwa 50 Meter von der Unfallstelle entfernt aufgestellt werden.
  • Bei Unfällen auf der Landstraße muss das Warndreieck etwa 100 Meter von der Unfallstelle entfernt aufgestellt werden.
  • Bei Unfällen auf der Autobahn muss das Warndreieck etwa 150 -250 Meter von der Unfallstelle entfernt aufgestellt werden.

Beachte: Bei Kurven, Hügeln oder Bergen muss das Warndreieck vor diesen aufgestellt werden, weil andere Autofahrer das Warndreieck und die Unfallstelle sonst schlechter sehen können.

Denk dran: Wenn Du aus Deinem Fahrzeug aussteigst bzw. von Deinem Motorrad absteigst, bewege Dich auf der Fahrbahn immer ganz am Rand, am besten hinter der Leitplanke.

Ist jemand beim Unfall verletzt worden, leiste erste Hilfe und rufe sofort den Notruf (112) an.

Schildere dem Notruf die Unfallsituation genau und sage schnell, ob jemand verletzt ist.

Bleibe am Telefon und lass dir Anweisungen geben, was Du tun sollst.

Egal, ob jemand verletzt ist oder nicht, Du solltest die Polizei verständigen. Wähle hierfür die 110.

Du bist zwar nicht verpflichtet, bei jedem Unfall die Polizei zu rufen, insbesondere nicht bei kleinen Unfällen. Aber ein Anruf bei der Polizei schadet nicht und hilft der Sachverhaltsaufklärung.

Wenn Du allen Verletzten geholfen hast, Dich selbst und andere in Sicherheit gebracht hast, dann geht es jetzt an die Sachverhaltsaufklärung. Hierfür kannst Du auf die Polizei warten, oder Dich schon selbst darum kümmern.

Gehe am Besten wie folgt vor:

  • Tausche mit den anderen Unfallteilnehmern Personaldaten und Versicherungsdaten aus. Lass Dir ihre Adresse, ihre Handynummer, den Versicherungsnamen, die Versicherungsnummer etc. geben;
  • Wenn andere Unfallbeteiligte bewusstlos sind oder sich weigern, Dir die Daten zu geben, warte auf die Polizei und hole Dir die Daten von den Polizisten;
  • Sage gegenüber den anderen Beteiligten nicht, dass Du am Unfall Schuld bist, auch wenn Du davon überzeugt bist;
  • Mache gründlich Fotos von den Autos, dem Nummernschild, den Schäden und dem Ort des Unfalls. Je mehr Fotos Du hast, desto besser kann der Unfallhergang später nachvollzogen werden;
  • Sobald Du zu Hause bist, fertige eine Unfallskizze auf einem Papier an, damit Du nicht vergisst, wie der Unfall genau passiert ist;
  • Schreibe alles was passiert ist in einem Unfallbericht auf.

Lass Dir für all die oben genannten Punkte nicht zu viel Zeit, weil Du sonst Teile des Unfalls vergessen könntest.

Informiere Deine und die Versicherung der anderen Unfallbeteiligten innerhalb einer Woche von dem Unfall, sonst kann es sein, dass diese den Schaden nicht voll übernehmen.

Sage gegenüber den Versicherungen jedoch nicht, dass Du am Unfall Schuld bist, auch wenn du davon überzeugt bist. Manchmal stellt sich ein Unfallhergang anders da als man glaubt. Gesteht man sofort seine eigene Schuld ein, kann die Versicherung möglicherweise jegliche Zahlung verweigern, obwohl der andere Fahrer auch Schuld hatte.

Repariere Dein Fahrzeug erst nach Rücksprache mit den Versicherungen.

Alle weiteren Maßnahmen hängen stark davon ab, welches Ausmaß der Unfall hatte, ob Du der Verursacher bist, ob es Verletzte gibt etc.

Beispielsweise lohnt es sich, einen Anwalt einzuschalten, der Dich gegenüber den anderen Unfallbeteiligten und ihren Versicherungen vertritt.

Manchmal lohnt es sich, einen Sachverständigengutachter herbeizuziehen, der die Schäden an Deinem Fahrzeug ausreichend dokumentiert, damit Du genügend Beweismittel gegenüber der gegnerischen Versicherung oder vor Gericht hast.

In manchen Fällen kannst Du Dir auch einen Leihwagen (Mietwagen) nehmen, wenn Dein Fahrzeug erstmal repariert werden muss.

Eine kompakte Zusammenfassung all Deiner Rechte & Pflichten und konkrete Unterstützung bei der Abwicklung des Unfalls und Deiner Ansprüche findest Du auf den Websites unserer Partner. 

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