Dein Recht auf Wohngeld

Du hast zu wenig Geld, um Deine Wohnung zu bezahlen? Du möchtest wissen, ob Du Anspruch auf Wohngeld hast und wie Du es beantragst? Hier findest Du alle Informationen zu Deinem Recht auf Wohngeld, zum Wohngeldantrag und zu allem, an das Du hierbei denken musst.

Wohngeld ist ein Mietzuschuss

Als Wohngeld wird die finanzielle Unterstützung bezeichnet, die gezahlt wird, wenn Du ein zu geringes Einkommen, also nicht genügend finanzielle Mittel hast, um Deine Miete zu zahlen.

Wohngeld ist also ein Zuschuss zu Deinen Mietkosten.

Anspruch auf Wohngeld hat grds. fast jeder

Anspruch auf Wohngeld hat grds. jeder, der die Kriterien hierfür erfüllt. Siehe einmal weiter unten. Wichtig zu wissen ist, dass Wohngeld nur gezahlt wird, wenn Du überhaupt ein Einkommen hast, dieses aber zu niedrig ist. Als Einkommen kann Dein Gehalt im Job zählen, eine Unterstützung Deiner Eltern oder auch Arbeitslosengeld I.

Wenn Du Hartz4, BAföG oder Sozialhilfe bekommst, gilt das nicht als Einkommen und Du hast grds. keinen Anspruch auf Wohngeld.

Bundesweiter Wohngeldrechner

Wenn Du schnell wissen willst, ob Du Wohngeld bekommst, kannst Du einen Wohngeldrechner benutzen. Nutze hierfür bspw. den bundesweiten Wohngeldrechner. Bei diesem musst du beachten, dass Du im Feld fürs Gesamteinkommen Dein Netto-Einkommen eintragen musst, also das Geld, das Du monatlich netto bekommst.

Wohngeldrechner Deiner Stadt / Gemeinde

Es gibt auch Wohngeldrechner der Städte & Gemeinden. Diese sind meist genauer, da sie die ortsüblichen Gegebenheiten mit einbeziehen. Denn ob Du Wohngeld bekommst, orientiert sich auch nach den jeweiligen Verhältnissen in Deiner Stadt bzw. in Deiner Gemeinde. Schau am besten, ob Deine Stadt oder Gemeinde einen eigenen Rechner zur Verfügung stellt. Dies kannst Du herausfinden, indem Du bspw. bei Google „Wohngeldrechner + Deine Stadt / Gemeinde“ eingibst.

Grundsätzlich gilt

Anspruch auf Wohngeld hat grds. jeder, der die Kriterien hierfür erfüllt. Siehe einmal weiter unten. Wichtig zu wissen ist, dass Wohngeld nur gezahlt wird, wenn Du überhaupt ein Einkommen hast, dieses aber zu niedrig ist. Als Einkommen kann Dein Gehalt im Job zählen, eine Unterstützung Deiner Eltern oder auch Arbeitslosengeld I.

Wenn Du Hartz4, BAföG oder Sozialhilfe bekommst, gilt das nicht als Einkommen und Du hast grds. keinen Anspruch auf Wohngeld.

Die Kriterien für Wohngeld sind

Entscheidend dafür, ob und in welcher Höhe Du Wohngeld bekommst, hängt von folgenden wesentlichen Faktoren ab:

  • Die Anzahl der Haushaltsmitglieder, die in Deiner Wohnung wohnen;
  • Die Höhe des Gesamteinkommens aller Haushaltsmitglieder, einschließlich Dir;
  • Die Höhe Deiner / Eurer Miete bzw. monatlichen Belastungen (wenn Du Eigentümer bist);
  • Die Mietstufe Deiner Gemeinde. Zu welcher Mietstufe Du gehörst, kannst Du z.B. hier herausfinden

Beispiel

Du lebst alleine in einer Wohnung und möchtest Wohngeld haben. Dann darf Dein Einkommen, je nach Mietstufe in Deiner Stadt / Gemeinde, nicht höher als 855 – 1150 Euro Brutto sein. Zu welcher Mietstufe Du gehörst, kannst Du z.B. hier herausfinden.

Pauschale Aussage nicht möglich

Wieviel Wohngeld Du bekommst, lässt sich so pauschal nicht sagen. Ob Du überhaupt Wohngeld bekommst, hängt von den oben beschriebenen Kriterien ab.

Dein Einkommen darf die Höchstgrenze nicht überschreiten

Wohngeld gibt es z.B. nur dann, wenn Du mit Deinem Netto-Einkommen unter einer bestimmten Höchstgrenze bleibst. Diese Grenze ist wie gesagt abhängig von der Anzahl der Haushaltsmitglieder und der Mietenstufe.

Beispiel: Mietenstufe VI (u.a. Hamburg, Köln, München)

Wohnst Du in einem Bereich der Mietenstufe VI, gilt Folgendes

  • Bei einem 1-Personen-Haushalt liegt die Höchstgrenze ab dem 1. Januar 2016 bei ca. 1.010 Euro netto;
  • bei einem 2-Personen-Haushalt bei ca. 1.384 Euro;
  • bei einem 3-Personen-Haushalt bei ca. 1.673 Euro.

Habt Ihr mehr Geld zur Verfügung, dann gibt es wahrscheinlich auch kein Wohngeld. Bei einer niedrigeren Mietenstufe gelten geringere Beträge als Höchstgrenze.

Nein, Wohngeld musst Du nicht zurückzahlen.

Ja. Auch als Eigentümer einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses kannst Du Wohngeld bekommen, wenn Du darin wohnst und knapp bei Kasse bist. Das heißt dann Lastenzuschuss.

Studenten haben grds. keinen Anspruch auf Wohngeld

Studenten, Schüler und Auszubildende, die einen Anspruch auf BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) haben oder hätten, haben keinen Anspruch auf Wohngeld.

Ausnahmen

In folgenden Fällen kannst Du als Student trotzdem Anspruch auf Wohngeld haben:

  • Du hast die Altersgrenze von 30 Jahren (bei Masterstudiengängen 35 Jahre) für die Förderungsfähigkeit durch BAföG überschritten;
  • Du hast einen Fachrichtungswechsel ohne „wichtigen Grund“ nach Beginn des 4. Fachsemesters und damit zu spät vorgenommen;
  • Du hast ohne gesetzliche anerkannte Gründe die fürs BAföG geforderten Leistungsnachweise nicht oder nicht rechtzeitig erbracht;
  • Die BAföG-Förderungshöchstdauer Deines Studiengangs ist überschritten und eine Weiterförderung ist ausgeschlossen;
  • Du hast ein Urlaubssemester eingelegt;
  • Deine Ausbildungsstätte wird nicht als BAföG förderungsfähig anerkannt (z.B. bei Privatschulen die keine staatliche Anerkennung haben);
  • Du betreibst Dein Studium nur in Teilzeit;
  • Du bekommst Leistungen (z.B. Stipendium) von einem Begabtenförderungswerk;
  • Bei Deiner Ausbildung handelt es sich um eine Zweitausbildung (Zweitstudium), welche die Voraussetzungen für BAföG nicht erfüllt und deshalb nicht mit BAföG gefördert wird;
  • Du beziehst BAföG ausschließlich als Bankdarlehen;
  • Du wohnst als Mieter mit weiteren Familienangehörigen (mit Geschwistern oder einem Kind) zusammen und Ihr zahlt die Kosten der Wohnung, also die Miete, gemeinsam.

Ist eine der oben genannten Voraussetzungen gegeben, dann kannst Du einen Antrag auf Wohngeld mit Aussicht auf Erfolg stellen.

Kein Wohngeld für Studenten-WG

Da Du als Student keinen Anspruch auf Wohngeld hast (siehe oben), bekommst Du auch in Deiner Studenten-WG kein Wohngeld. Keiner Deiner Mitbewohner, der gleichzeitig Student ist, kann also Wohngeld beantragen. Es sei denn, die Ausnahmen treffen auf einen der Studenten zu. Siehe hierzu oben.

Kein Student – dann gibt’s Wohngeld

Wenn Du in einer WG lebst, aber selbst kein Student bist, oder Du Student bist, aber die Ausnahmen (siehe oben) auf Dich zutreffen, dann kannst Du selbst Anspruch auf Wohngeld haben. Hierfür musst Du aber die übrigen Kriterien erfüllen. Siehe hierfür auch weiter oben. Dein Einkommen muss also zu niedrig sein, die Mietstufe in Deiner Stadt muss passen und die Miete muss die entsprechende Höhe haben.

WG – Keine Anrechnung der übrigen Haushaltsmitglieder

Wenn Du in einer WG wohnst, werden die Einkommen Deiner WG-Mitbewohner nicht mit in die Berechnung Deines Wohngeldanspruchs einfließen. Wenn Du einen Antrag auf Wohngeld stellst, werden die Kriterien also nur für Dich berechnet. Du giltst also als Alleinwohnender und nur Deine Miete und Dein Einkommen wird berücksichtigt.

Ja.

Du kannst einen Anspruch auf Wohngeld haben, wenn Du Arbeitslosengeld I bekommst. Denn die Kosten für Deine Wohnung sind nicht im Arbeitslosengeld enthalten. Sollte Dein Arbeitslosengeld also zu gering ausfallen, lohnt es sich, einen Wohngeldantrag zu stellen!

Kein Anspruch auf Wohngeld bei Hartz4 & Sozialhilfe

Beziehst Du Arbeitslosengeld II (Hartz4) oder Sozialhilfe, hast Du keinen Anspruch auf Wohngeld. Denn beim Arbeitslosengeld II erhältst Du bereits in dem Hartz4 Zuschuss einen Teil des Geldes für Deine Wohnung. Gleiches gilt bei der Sozialhilfe. Hier sind die Wohnungskosten bereits im Sozialhilfesatz mit inbegriffen.

Wenn Du jedoch mit Personen in einem Haushalt wohnst, die Anspruch auf Wohngeld haben, kann das anders sein. Dann können diese Personen Wohngeld beantragen.

Wohngeld vor Hartz4 beantragen

Wohngeld musst Du vorrangig zu Hartz IV beantragen, wenn Deine finanzielle Hilfsbedürftigkeit und damit der Erhalt von Hartz IV durch den Erhalt von Wohngeld abgewendet werden kann und Du dann kein Hartz4 beantragen musst.

Nein.

Wenn du BAföG bekommst, hast du keinen Anspruch auf Wohngeld. Im BAföG ist bereits ein Betrag für das Wohnen enthalten.

Ja.

Als Familie, die Wohngeld bezieht, hast Du oft auch Anspruch auf den Kinderzuschlag.

Der Kinderzuschlag ist eine finanzielle Förderung von Familien mit geringem Einkommen. Der Zuschlag soll verhindern, dass Deine Familie, und damit sind auch Alleinerziehende gemeint, Hartz IV (Arbeitslosengeld II) beantragen muss. Seit dem 1. Juli 2019 beträgt der Kinderzuschlag maximal 185 Euro pro Monat und Kind.

Für den Kinderzuschlag musst Du einen gesonderten Antrag stellen. Am besten stellst Du die Anträge auf Wohngeld und auf den Kinderzuschlag gleichzeitig. In Berlin zum Beispiel hängt der Antrag auf den Kinderzuschlag schon direkt am Wohngeldformular dran.

Ja, aber nur zum Teil – Freigrenze bis 60.000 EUR

Wenn du alleine wohnst, dann kannst Du bis zu 60.000 EUR als Vermögen behalten, ohne dass dieses Geld in die Berechnung Deines Wohngeldanspruchs mit einfließt.

Pro weiteres Haushaltsmitglied sind es weitere 30.000 EUR, die nicht mit angerechnet werden, die Du oder das weitere Haushaltsmitglied also behalten darf.

Wenn Du also eine vierköpfige Familie hast, könnt Ihr bis zu 150.000 EUR Vermögen haben, das nicht mit angerechnet wird, wenn Ihr den Wohngeldantrag stellt. Dieses Geld könnt Ihr also behalten.

Meldepflichten bei Einkommensänderung um mehr als 15%

Wenn sich Deine Miete oder Dein Einkommen um mehr als 15 Prozent ändern, dann musst Du das beim Wohngeldamt melden. Das gleiche gilt, wenn sich die Zahl der Mitbewohner ändert. Dann wird Dein Wohngeldanspruch unter Umständen neu ausgerechnet.

Du musst dem Wohngeldamt aber nicht jede kleine Änderung Deiner finanziellen Situation mitteilen. Anders als bei Hartz IV musst Du auch sonst keine Auflagen vom Jobcenter oder einer ähnlichen Stelle beachten.

Entscheidend ist der Monat, in dem Du den Antrag gestellt hast

Wenn Du berechtigt bist, Wohngeld zu bekommen, dann beginnt Dein Anspruch auf Wohngeld am ersten Tag des Monats, in dem Du den Antrag gestellt hast.

Formlosen Antrag stellen

Stelle den Antrag auf Wohngeld also so schnell wie möglich. Wenn Du noch nicht alle Unterlagen zusammen hast, stelle vorsichtshalber schon mal den formlosen Antrag. Siehe hierfür weiter unten.

Wohngeld immer für 12 Monate

Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel 12 Monate. Das heißt, dass Du immer für 12 Monate Wohngeld bekommst und dann einen neuen Antrag stellen musst.

Vor Ablauf der 12 Monate – neuen Antrag stellen

Nach Ablauf des Bewilligungszeitraums musst Du Wohngeld erneut beantragen. Diesen sogenannten Weiterleistungs- oder Wiederholungsantrag solltest Du etwa zwei Monate vor Ende des Bewilligungszeitraums stellen, damit die Wohngeldzahlung nicht unterbrochen wird.

Schriftlicher Antrag beim Wohngeldamt

Den Wohngeld-Antrag musst du schriftlich bei der zuständigen Wohngeldbehörde Deiner Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung stellen.

Vordrucke erhältst Du auf den Webseiten der Wohngeldbehörden der verschiedenen Bundesländer und bei den Behörden zum mitnehmen. Google also einfach mal „Wohngeldantrag + Deine Stadt oder Gemeinde“. Oft findest Du da einen Antrag, den Du Dir erstmal runterladen kannst. Oder schau hier. Auf dieser Website erhältst Du weitere Infos zu Anträgen und Behörden.

Vorab: Formloser Antrag auf Wohngeld

Bevor Du den vollständigen Antrag stellst, kannst Du zunächst einen sog. formlosen Antrag auf Wohngeld stellen. Hierdurch sicherst Du Dir den Anspruch auf Wohngeld ab dem Monat, in dem Du den formlosen Antrag gestellt hast. Die Stellung des formlosen Antrags macht also Sinn, wenn Du noch nicht alle Unterlagen für den vollständigen Antrag zusammen hast.

Den formlosen Antrag kannst Du hier herunterladen, ausfüllen, unterschreiben und per Post bei der zuständigen Behörde (Wohngeldamt Deiner Stadt) stellen. Anschließend musst Du den vollständigen und ausgefüllten Wohngeldantrag mitsamt allen Unterlagen beim Wohngeldamt nachreichen. Sofern der vollständige Wohngeldantrag samt aller einzureichenden Nachweise spätestens innerhalb eines Monats nach Abgabe des formlosen Antrags nachgereicht wird, bekommst Du ab dem Monat, in dem Du den formlosen Antrag gestellt hast, Wohngeld.

Diese Unterlagen brauchst Du

Zur Beantragung von Wohngeld benötigst du neben den Formblättern des Antrags, die Du in dem Wohngeldamt Deiner Gemeinde oder Stadt oder auf deren Websites bekommst, folgende Unterlagen:

  • Mietbescheinigung, auszufüllen vom Vermieter (mit Angabe über Größe sowie Baujahr des Wohnraums)
  • Mietvertrag und Mietquittung
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Meldebestätigung
  • Verdienstbescheinigung, auszufüllen vom Arbeitgeber
  • Einkommensnachweise (Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen)

Je nach familiärer und finanzieller Situation können weitere Unterlagen erforderlich sein, wie z.B.:

  • Steuerbescheid über die Einkommenssteuer
  • Nachweis über Vermögen und Kapitalerträge
  • Kontoauszüge
  • Unterhaltsnachweise
  • Nachweise über Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung

Such Dir diese Dokumente also schon einmal zusammen, damit Du sie parat hast und direkt mit abgeben kannst.

Wohngeldantrag abgelehnt – Widerspruch & Klage möglich

Hat das Wohngeldamt Deinen Antrag abgelehnt oder Dein Wohngeld zu niedrig bemessen, kannst Du Widerspruch einlegen oder Klage erheben.  Alle notwendigen Angaben zu Widerspruch oder Klage findest Du in der Rechtsbehelfsbelehrung am Ende des Bescheids des Wohngeldamts.

In der Rechtsbehelfsbelehrung steht

  • Widerspruch oder Klage: ob Du am besten mit dem Widerspruch oder mit einer Klage gegen den Bescheid vorgehen kannst;
  • Frist: innerhalb welcher Frist Du mit Widerspruch oder Klage gegen den Bescheid vorgehen kannst;
  • Form: in welcher Form Du Widerspruch oder Klage einlegen musst;
  • Empfänger: an wen Du Widerspruch oder Klage richten musst.

Widerspruch einlegen

In den meisten Fällen musst Du vor einer Klage den Widerspruch einlegen. In einigen Bundesländern wurde das Widerspruchsverfahren aber abgeschafft und Du musst gegen den Wohngeldbescheid sofort klagen. In machen Bundesländern kannst Du Dir auch aussuchen, ob Du Widerspruch einlegst oder Klage erheben möchtest.

Meist musst Du den Widerspruch innerhalb von einem Monat seit Zustellung des Bescheids bei der zuständigen Stelle schriftlich (Unterschrift und per Post) einlegen. Du kannst auch direkt zur richtigen Stelle gehen und den Widerspruch dort persönlich einlegen.

So gehst Du am besten vor, wenn Du Widerspruch einlegen willst

  • Prüfe, ob die Wohngeldbehörde Fehler gemacht hat;
  • Setze den Widerspruch auf. Nutze hierfür unser Muster. Den Inhalt unseres Musters kannst Du kopieren, in ein Word Dokument überführen, ausfüllen und unterschreiben;
  • Anschließend druckst Du den Widerspruch aus, unterschreibst ihn und schickst ihn per Post (am besten mit Einwurfeinschreiben) an die Stelle, die als Antragsgegner in der Rechtsbehelfsbelehrung steht.

Wenn Du den Widerspruch selbst einlegst

Wenn Du den Widerspruch selbst einlegst, entstehen Dir für das Widerspruchsverfahren keine Kosten. Es ist für Dich kostenlos.

Wenn Du einen Anwalt beauftragst 

Solltest Du einen Anwalt einschalten, kann dieser seine Gebühren über die Beratungshilfe abrechnen, sodass Du für die Beratung des Anwalts nichts zahlst. Die Beratungshilfe bekommst Du, wenn Du bei dem Amtsgericht in Deiner Stadt einen Beratungshilfeschein beantragst und diesen dem Anwalt gibst. Frag auch gerne einmal einen Anwalt, wie Du hier am besten vorgehen solltest.

Sollte die ganze Angelegenheit vor Gericht gehen, kann ein Anwalt Prozesskostenhilfe beantragen, sodass Du auch vor Gericht nichts zahlst. Frag am besten einen Anwalt, wie Du hier vorgehen solltest.

Schritt 1

Als erstes solltest du herausfinden, ob du einen Anspruch auf Wohngeld hast. Dafür kannst Du den bundesweiten Wohngeldrechner (Vorsicht, Netto-Gehalt eingeben), oder den Wohngeldrechner Deiner Stadt / Gemeinde benutzen.

Den Rechner Deiner Stadt / Gemeinde findest Du, indem Du bspw. bei Google „Wohngeldrechner + Deine Stadt / Gemeinde“ eingibst.

Schritt 2

Bevor Du den vollständigen Antrag stellst, solltest Du zunächst den sog. formlosen Antrag auf Wohngeld stellen. Den formlosen Antrag kannst Du hier herunterladen, ausfüllen, unterschreiben und per Post bei der zuständigen Behörde (Wohngeldamt Deiner Stadt) stellen.

Schritt 3

Danach legst Du am besten die Unterlagen, die mit dem Antrag eingereicht werden müssen, bereit.

Dazu gehören u.a.:

  • Mietbescheinigung, auszufüllen vom Vermieter (mit Angabe über Größe sowie Baujahr des Wohnraums)
  • Mietvertrag und Mietquittung
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Meldebestätigung
  • Verdienstbescheinigung, auszufüllen vom Arbeitgeber
  • Einkommensnachweise (Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen)

Schritt 4

Als nächstes kannst Du einen vollständigen Antrag stellen. Den Wohngeld-Antrag musst Du schriftlich bei der zuständigen Wohngeldbehörde der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung stellen. Also da, wo Du schon den formlosen Antrag hingeschickt hast.

Vordrucke erhältst Du auf den Webseiten der Wohngeldbehörden der verschiedenen Bundesländer und bei den Behörden zum Mitnehmen. Schau auch mal hier. Auf dieser Website findest Du auch schon einmal einen Verweis auf die Anträge der verschiedenen Städte & Gemeinden.

Google ansonsten einfach mal „Wohngeldantrag + Deine Stadt oder Gemeinde“. Oft findest Du da einen Antrag, den Du Dir erstmal runterladen kannst.

Schritt 5

Wenn Du Fragen hast, wenn Du einen Ablehnungsbescheid vom Wohngeldamt bekommen hast, wenn Du Widerspruch oder Klage einreichen willst, hol Dir am besten erstmal Rat von einem der unten stehenden Online Services.